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News » German » Radiästhesie Wünschelrute im Alltag 05.09.2010 08:40
Ruten sind keine Messinstrumente und keine Antennen
October 22, 2009

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(DQC) Eine Rute, eine Mute oder auch ein Pendel ist kein Messinstrument, um irgend etwas zu mes¬sen. Sie ist auch nicht in der Lage, irgendetwas zu bewirken.

Und eine „Antenne", um irgendwel­che Strahlungen „aufzufangen", ist sie auch nicht, auch wenn die Bezeichnung der „Lecher-Antenne" diesen Anschein erwirkt und eine Reihe von Ruten­gängern irrtümlicherweise von einer Antennenfunk­tion überzeugt sind.

Eine Rute oder ein Pendel ist einzig und allein die optische Anzeige der eigenen Körperreaktion auf irgend etwas. Der menschliche Körper selbst ist die Antenne, die eine Strahlung o.a. aufnimmt. Was der Körper aufnimmt bzw. registriert, lässt sich (bei­spielsweise mit einer Rute oder einem Pendel) an­zeigen. Dabei werden winzigste Muskelreflexe auf die Rute übertragen, die dann eine Anzeige bewir­ken. Ebenso ist es beim Pendeln der Fall. Routinier­te, trainierte und „fühlige" Radiästheten sind dem­zufolge oftmals auch in der Lage, ihre Körperreakti­onen auf Gitternetze o.a. ohne das Hilfsmittel Rute zu fühlen und zu deuten. Sei es, dass sie mit der bloßen Hand oder mit dem ganzen Körper „fühlen". Wie können sie das wohl ohne Rute als „Antenne"?

Der „Normalbürger" kann dies meist nicht. Das liegt jedoch nicht daran, dass er dazu etwa nicht in der Lage wäre, sondern einfach daran, dass diese Fähigkeit im Zuge der technischen Entwicklung der Menschheit mehr oder weniger verkümmerte und in den geistigen Hintergrund gedrängt wurde, weil sich der Mensch heute (leider) mehr auf die Technik als auf seine eigenen Körperreaktionen verlässt. Hier verhält es sich genauso wie mit allen Fähigkeiten oder auch Funktionen des menschlichen Organismus: was nicht (oder nur ungenügend) benutzt oder ge­nutzt wird, verkümmert und bildet sich zurück (Bei­spiele: nach vier Wochen Bettruhe wegen einer Krankheit haben sich die Beinmuskeln zurückgebil­det, man muss regelrecht neu laufen lernen. Eine Fremdsprache, die man in der Schule einst gelernt hat, gerät „in Vergessenheit", wenn sie nicht benutzt, trainiert wird, usw.).

Ein weiterer Grund für die Entfremdung von diesen atürlichen Hilfsmitteln liegt darin, dass jahr­hundertelang jeder Umgang mit Pendel oder Rute von Seite der christlichen Kirche regelrecht verteu­felt wurde (obwohl, oder vielleicht weil die Kirche diese Fähigkeiten selbst ausgiebig nutzte und für ihre Zwecke missbrauchte). Das reicht bis in unsere heutige Zeit hinein, denn noch heute wird die Fähig­keit, „fühlig" zu sein, überwiegend mit Argwohn und Misstrauen betrachtet. Warum wohl? Es handelt sich hier um ein Wissen, das noch vor ein paar Jahrhun­derten bestehende Machtverhältnisse drastisch ge­ändert hätte, wäre es allgemein bekannt gewesen. Man stelle sich nur vor: wenn jedermann aufgrund seines radiästhetischen Wissens hätte herausfinden

können, dass die christlichen Rituale in den Kirchen - die auf speziellen geomantischen Plätzen stehen -reiner Hokuspokus, in Verbindung mit ganz norma­len Naturkräften sind, - die christliche Kirche hätte niemals ihre heutige Macht erreichen können!

Trotzdem ist es auch heute noch jedem Men­schen möglich, diese verschütteten Körperreaktio­nen zu reaktivieren und zu trainieren. Bei dem ei­nen funktioniert es etwas schneller, bei dem ande­ren dauert es länger, aber erlernbar sind diese „Fä­higkeiten" für jeden. Rutengänger fallen nicht vom Himmel (das ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass es dort keine gibt). Nein, der Umgang mit einer Rute/ Mute muss erlernt werden. Optimal ist natürlich eine Einweisung durch einen erfahrenen Rutengän­ger, der dem Anfänger erklären kann, auf was er eigentlich reagiert.

Neben der Mutung - so wird das Auffinden von etwas mit Hilfe einer Rute genannt - hierbei werden die eigenen Körperreaktionen auf etwas abgefragt -kennen wir auch die mentale Mutung, die sich be­vorzugt der Mitarbeit des eigenen Unbewussten be­dient. Doch darüber später mehr.

Zurück zur Rute oder Mute: sie ist, wie gesagt, ein Anzeigeinstrument, das eine Körperreaktion auf irgendetwas anzeigt. Es sind feinste Muskelreflexe, die mit diesem Hilfsinstrument sichtbar gemacht werden können. Das ist nicht übernatürlich, sondern völlig natürlich. Man kann es vergleichen mit den jedermann bekannten Muskelreflexen, wenn ein Arzt mit dem Gummihämmerchen die Reflexe prüft. Das Problem besteht darin, dass wir von klein auf ge­wohnt sind, nur das zu glauben und zu akzeptieren, was wir sehen. Dass es außerhalb dieser Wahrneh­mungsform noch weitere Bereiche gibt, können wir zwar mit unserem Verstand nachvollziehen. Dass je­doch unser Körper auch darauf reagiert, wollen wir nicht wahr haben. Das ist der Knackpunkt.

Das größte Problem eines Anfängers der Radi­ästhesie besteht denn auch darin, dass er den Aus­schlag der Rute/Mute oder des Pendels nicht wahr haben will und krampfhaft versucht, die Geräte still zu halten. Denn man hat die Worte der Kritiker in der Erinnerung, die abwiegeln: „Das ist ja sowieso alles nur Scharlatanerie, die Ruten- oder Pendelbe­wegungen werden bewusst erzeugt!". Dass es sich hierbei um Muskelreflexe handelt, wollen die Kriti­ker nicht akzeptieren. Aber ebenso gut könnte man die eben zitierten Reflexe mit dem Gummihämmer-chen des Arztes als bewusst erzeugte Bewegungen abtun.

Deshalb: Lassen Sie die Muskelreflexe zu! Las­sen Sie ein Pendel kreisen, wie es will! Lassen Sie die Bewegungen einer Rute/Mute zu, denn es sind Aussagen des eigenen Körpers auf eine gestellte Fra­ge.

 

Auf was reagieren wir?

Der menschliche Körper ist ein hochempfindli­ches Messinstrument und reagiert grundsätzlich auf alles. Das Wissen jedoch, auf was der Körper plötz­lich reagiert, oder was eine Körperreaktion aussa­gen will, das kann man nur durch Training errei­chen.

Deshalb ist es auch völlig sinnlos, mit einer Rute loszugehen und zu sagen: „Zeige mir an, ob hier et­was ist". Die Rutenanzeige wird spontan erfolgen, denn es ist immer und überall irgend etwas, worauf der Körper reagieren kann. Nein, als Anfänger soll­te man mit einfachen Dingen beginnen, beispielsweise damit, unterirdisches Wasser zu finden.

Hierbei ist es nützlich, wenn man als Neuling dort beginnt, wo eine Wasserleitung verlegt ist, bei­spielsweise unter fast jeder Straße. Übrigens ist auch ein Abwasserrohr ein unterirdisches, fließendes Wasser.

 



Dư Quang Châu (Copy Gernot L. Geise)



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